Wenn das falsche Bewusstsein eine Zeitung hätte

3. März 2011

Drohen in Deutschland arabische Verhältnisse?

Immer mehr AkademikerInnen finden trotz guter Ausbildung keinen Job.
Das „Summa cum Laude“ ist oft das einzige (neben gegeltem Haar), das jungen Menschen in Deutschland noch einen Job verschaffen kann. „Ohne Doktor bist Du hier nichts“ meint ein junger Doktorant, der lieber anonym bleiben möchte. Aber es gährt im Volkskörper. Gerade die Jugend möchte sich mit den immer willkürlicheren Bewerbungsverfahren nicht mehr abfinden. Mit dem Rücktritt eines beliebten deutschen jungen Politikers der Christlich Sozialistischen Union könnte das Fass nun zum Überlaufen gebracht worden sein. Karl-Theodor zu Guttenberg stand wie kein anderer für die Hoffnung der Jugend, es auch mal zu was zu bringen. Gehen musste er, nach einer Hetzkampagne gegen ihn. Ihm wurde vorgeworfen, er hätte seine Doktorarbeit in großen Teilen abgeschrieben. „Das ist doch unerhört! Das macht doch jeder!“ empört sich ein junge Islamwissenschaftlerin und behauptet, Thilo Sarrazin hätte seinen Bestseller auch in Teilen von anderen abgeschrieben.
Nun will die Jugend am 5. März auf die Strasse gehen. Ähnlich wie die Menschen in Ägypten und Tunesien setzen sie sich für ein Ende des verknöcherten Regimes in Deutschland ein.
Die nehmen uns doch nicht ernst, die da oben!“ meint eine junge Fernsehjournalistin, die ihr Geld mit der medienwirksamen Jagd auf Kinderschänder verdient. „Mein Karl-Theo muss wieder Minister sein.“ Die jugend hofft außerdem auf ein eingreifen des Militärs. Dort soll die junge Bewegung schon viele SympathisantInnen haben. „Das kommt vielleicht, weil die jungen Leute im Militär mehr in der Welt rum kommen, dass die da offener sind.“ Erklärt sich die übliche Person von der Straße den demokratischen Aufbruch der jungen Generation. Es scheint, als hätte der Deutschen Tunesien gerade begonnen…