Nürnberg will 18-jährige Kurdin abschieben

10. Januar 2011

Die „Stadt der Menschenrechte und des Friedens“, Nürnberg, will eine 18-jährige Kurdin abschieben, weil sie nach Auffassung der Stadt Nürnberg eine falsche Meinung hat. Der jungen Frau, die aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes von ihren UnterstützerInnen nur „Leyla“ genannt wird, wird die Beteiligung an pro-kurdischen Demonstrationen, die angemeldet und genehmigt waren, vorgeworfen. Leyla war außerdem zu dem Zeitpunkt dieser Veranstaltungen noch minderjährig (sie kam mit 11 Jahren nach Deutschland). Kurz nach ihrem 18. Geburtstag hat sie den Bescheid über ihre Abschiebung bekommen und dadurch ihren Ausbildungsplatz verloren. Die zuständige Ausländerbehörde der Stadt Nürnberg hält Leyla für ein Gefahr für die Bundesrepublik Deutschland. Sie hat keine Straftaten begangen und man müsse auch nichts konkretes nachweisen, sie sei „abstrakt gefährlich“. Hintergrund dieser Behauptungen ist, dass Leylas Mutter von der Behörde als PKK-Unterstützerin eingeschätzt wird. Während aber Leylas Mutter, ihr Mann und die minderjährigen Geschwister von Leyla in Nürnberg bleiben dürfen, soll allein Leyla in die Türkei abgeschoben werden, für die 18-jährige ein fremdes und natürlich potentiell gefährliches Land.

Wenig verwunderlich
In der SPD-regierten Stadt Nürnberg muss aber eine diffuse behördliche Kurdenphobie nicht verwundern. Denn die SPD-Fraktion im Rathaus bzw. deren damaliger Vorsitzender nahm auch schon einen Aufmarsch türkischer NationalistInnen am 3.11.2007, unter ihnen auch viele FaschistInnen, vor Kritik aus dem Friedensspektrum in Schutz und unterstellte friedliche Absichten. Ein türkischstämmiger Stadtrat der SPD nahm an dem Aufmarsch sogar teil.
Hier Video-Impressionen von den türkischen „Friedensfreunden“ in Nürnberg. (Mehrmals zu sehen: Der Gruß der faschistischen „grauen Wölfe“ und deren Symbolik.)

Kommentare

Der URI für den TrackBack dieses Eintrags ist: http://nachdenklich.blogsport.de/2011/01/10/nuernberg-will-18-jaehrige-kurdin-abschieben/trackback/

Noch keine Kommentare.

RSS-Feed für Kommentare zu diesem Eintrag.

Kommentar hinterlassen

Leider ist der Kommentarbereich für dieses Mal geschlossen.






Datenschutzerklärung