Peinlicher Broder

1. Februar 2010

Also wenn man schon über „Syntax und der Zeichensetzung“ anderer Personen lästert, dann sollte man schon sehr genau aufpassen, dass einem selbst das nicht passiert. Ich kann da eigentlich ganz unbesorgt sein, denn von mir, ungelernter Taugenichts und Müßiggänger der ich bin, erwartet ohnehin kaum jemand etwas anderes.

Wenn jedoch ein mehrfach preisgekrönter Publizist diesen Fehler macht, ist das schon eine Erwähnung wert. In einem furchtbar langweiligen Hetz-Eintrag auf dem Hetz-Blog „Achse des Guten“ schreibt Henryk M. Broder über Sahra Wagenknechts Mann Ralph T. Niemeyer (der *gähn* als Beleg für die angebliche Verwerflichkeit der Positionen seiner Frau herhalten muss):

„Mit der Syntax und der Zeichensetzung hapert es bei dem Tausendsassa noch ein wenig, dafür ist die Haltung tadellos. Und weil sich die bösen Medien lange nicht mehr auf ihn gestürzt haben, kommt er ihnen jetzt entegegen (sic!) […]“

Der Tippfehler gleich im Satz nach einer solch besserwisserischen Feststellung ist einfach zu lustig um nicht herausgehoben zu werden.

Nebenbei sei zum Broder-Text noch erwähnt, dass Venezuela mit Israel in Sachen Menschenrechtsverletzungen zu vergleichen für Israel-Staatsfreunde nach hinten losgehen könnte.