Telepolis zwischen Altermedia und PI-News

24. November 2009

Dieser TP-“Artikel“ markiert einen neuen Tiefpunkt auf einer Skala, die offensichtlich nach unten offen zu sein scheint.

Peinliche Polizei

16. November 2009

„Wirken sie auf ihre vermummten Teilnehmer ein.“
Video von der Conny-Demo aus Göttingen, mit u.a. einem Polizisten der sich von einem älteren Herren beleidigt fühlt.

Mein aktueller Ohrwurm

15. November 2009

Muse – Resistance

Sie war, sie ist, sie bleibt

12. November 2009

Anlässlich der gestern vorgestellten „Studie“ zu „linksextremer Gewalt“ des Berliner Verfassungsschutzes beeilen sich die Mainstreammedien möglichst viel Werbung für das neue Propagandapamphlet des umstrittenen Geheimdienstes zu machen.
Besonders gerne wird der Berliner Innensenator Ehrhart Körting (SPD) zitiert, der meint: „Jede Verharmlosung oder auch schiefe Vergleiche von Gewalt sind nicht hinnehmbar.“ (Zitiert nach dem Bild-Artikel, der das Zitat gleich mal im Titel Bild-typisch umsetzt: „Berlin ist auf dem linken Auge blind!“)

Besonders nervig für Körting und Claudia Schmid, die Leiterin des Berliner Verfassungsschutzes, ist offenbar, dass linke Militanz objektiv unmöglich mit Nazi-Gewalt gleichzusetzen ist. Subjektiv geht das natürlich schon. Z.B. in der Sprache. Da wird schnell dann „linke und rechte Gewalt“ draus. Da diese Gleichsetzung aber von vielen Leuten, gerade in Berlin, und dummerweise vom eigenen Wahlvolk nicht so richtig geteilt wird, musste man halt so einen Special-Geheimdienstbericht veröffentlichen und ein bisschen rumjammern. Gerade jetzt in der Krise will man ja auch in Berlin mit dem neuen Sportwagen sicher parken können. Für die Umwandlung Berlins in den zweitgrößten bewachten Parkplatz der Welt braucht man allerdings den gesellschaftlichen Rückhalt im „Kampf gegen links“, der ja auch von Sympathieträgern wie der Jungen Freiheit, pi-news und der Welt schon seit Jahrzehnten gefordert wird. Doch da steht leider der gesunde Menschverstand des Volkssouveräns noch davor.

Claudia Schmid bringt das Problem auf den Punkt: „Es gibt offenbar ein gesellschaftliches Umfeld, das die Taten begrüßt und rechtfertigt.“

Schlimm das. Dabei hat der Körting schon fast Recht, wenn er sagt, die „von der linksgerichteten Szene verübte Gewaltkriminalität sei «komplexer und komplizierter» als die aus dem rechten Spektrum.“

„Komlexer und komplizierter“ sagt er wohl, um nicht „anders“ sagen zu müssen. Ja, linke Gewalt ist anders. Anders auch als staatliche Gewalt, von der Körting lieber schweigt, die aber in Berlin (und auch sonst wo) die größte Gewaltsau sein dürfte. Im direkten Verglich schneidet die „linke Gewalt“ ganz gut ab: Staatliche Gewalt ist unterdrückende Gewalt, Repression gegen alle, die die Herrschenden Verhältnisse tatsächlich in Frage stellen. „Linke Gewalt“ ist emanzipatorische Gewalt, befreiende Gewalt. Gewalt gegen Ausbeutung und Unterdrückung. Gewalt die letztlich gegen Gewalt ist. Also wirklich bessere Gewalt. Das ist auch keine Verharmlosung, sondern eine objektive Feststellung.

Schweinegrippe-Alarm!!!

4. November 2009

schwein
Der Tagesspiegel hat einen ganz passablen Artikel zur Schweinegrippe.
Ein Kollege von mir meinte heute, dass die Schweinegrippe die „Abwrackprämie“ für die Pharmaindustrie sei. Nicht wirklich passend der Vergleich, aber wahrscheinlich auch nicht völlig falsch.

Nachtrag: In einem Focus-Artikel wird Jörg Hacker, Präsident des Robert-Koch-Instituts (RKI) folgendermaßen zitiert: „Es ist aber durchaus möglich, dass dieser neue Virus Teil des saisonalen Grippe-Geschehens in den nächsten Jahren werden wird. In Zukunft hätten wir möglicherweise mit H1N1 einen vierten Stamm, oder einer der drei bisherigen wird verdrängt“ Vielleicht stimmt die These des oben genannten Tagesspiegel-Artikels, dass die bisher eher milde Schweinegrippe die viel tödlichere „normale“ Grippe teilweise verdrängt. Da könnte man dann sagen: „Schwein gehabt“, wenn man wegen Grippe-Verdachts zum Arzt geht.