Kommunistenhatz in Nürnberg

16. Februar 2009

Wie auch schon andere berichteten hetzen Lokalmedien und die Nürnberger Stadtspitze gerade gegen den Gegenstandpunkt. Der hatte eine Veranstaltung zum Konflikt im Nahen Osten in städtischen Räumen unter dem Titel „Noch ein Krieg für das unersättliche Existenzrecht Israels“ durchgeführt. Besonders bemerkenswert ist der Kommentar von Alexander Brock im antikommunistischen Kampfblatt Lokalblatt Nürnberger Nachrichten.
Zitat:

Doch ist bei der Marxistischen Gruppe klar: Sie steht der Demokratie feindlich gegenüber und kritisiert nicht nur den Staat Israel – nein, sie findet auch, dass das Land mit seinen Bürgern keine Existenzberechtigung hat. Die Protagonisten sind geschickt genug, das in ihren Texten zu verschleiern, um künftige Auftritte nicht zu gefährden.

Das ist also klar, Herr Brock? Man mag ja vom Gegenstandpunkt halten was man will, aber das ist schlicht Verleumdung. Vor allem dem Gegenstandpunkt zu unterstellen, dass er den Bürgern Israels das Existenzrecht abspreche, kann nur als schäbige Hetze bezeichnet werden. Ein weiterer journalistischer Tiefpunkt der SPD-nahen Nürnberger Nachrichten. Pfui!

5 Kommentare

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  1. Comment von Quote

    Die NN findet halt, dass Oppositionelle in Deutschland keine Existenzberechtigung haben und dementsprechend mit ihnen verfahren werden soll. Dabei ist die Zeitung aus der Stadt der Reichsparteitage nicht mal geschickt genug das wenigstens zu verschleiern. Die Redaktion reicht sich in dieser Sache die Hand mit Rechtsextremen wie der „Bürgerinitiative Ausländerstopp“, die seit langem ebenfalls ein Verbot für linke Veranstaltungen in kommunalen Räumen fordert.

  2. Comment von nachdenklich

    „Die Redaktion reicht sich in dieser Sache die Hand mit Rechtsextremen wie der “Bürgerinitiative Ausländerstopp”, die seit langem ebenfalls ein Verbot für linke Veranstaltungen in kommunalen Räumen fordert. “

    Das Problem ist nur, dass sie sich dabei auch noch als wahre Demokraten vorkommen, was die Zerstörung einer solchen Demokratie ja schon wieder zu einem wahrhaft demokratischen Akt macht ;-)

  3. Comment von JoJo

    Leider steht die NN/NZ ja nicht allein mit ihrer Definition „Demokratie = jeweils aktueller Zustand der BRD + Wille der Herrschenden“ da. Der Durchschnittsbürger würde auf die Frage, wie er Demokratie definiert wohl auch nichts anders antworten als „Na Deutschland halt“.

  4. Comment von pro_kommunismus

    Wer Terrorist sagt, meint immer auch „Unmensch“. Marxismus als entmenschlichte Perversion des Denkens darzustellen hat dabei übrigens eine gewisse Geschichte. In der Hetzbroschüre des BfV, die auf dem Höhepunkt der Repressionswelle gegen die MG 1991 publiziert wurde, wurde die MG noch als deutsche Sektion der Roten Kymer dargestellt. „Hitler/Hamas“ oder „Pol Pot“ sind insofern austauschbar, weil eh nur Chiffre für EINE PERVERSION DES DENKENS MIT UNMENSCHLICHER ZIELSETZUNG

    Der demokratische Staatssicherheitsdienst entlarvt eine abweichende Meinung
    KOMMUNISMUS – EINE PERVERSION DES DENKENS MIT UNMENSCHLICHER ZIELSETZUNG

    http://www.gegenstandpunkt.com/msz/html/91/91_4/pervers.htm

  5. Comment von *

    Bei Radio Z gab’s ein Interview mit Peter Decker zu der Sache:

    http://stoffwechsel.radio-z.net/index.php?option=com_jimtawl&task=topic_show&Topic_ID=24439&Itemid=77

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