Coca Cola, Duisburger Studenten-Linke und Die Linke

29. Oktober 2008

Nachdem ja nochmal der haarsträubende Antisemitismus-Begriff bestimmter Linker StudentInnen z.B. hier oder hier thematisiert wurde, wollte ich von der Duisburger Linken mal wissen, was sie von der Meinung ihres potentiellen Parteinachwuchses so denken.

Die Antwort kam ziemlich schnell und vor allem in eindeutiger Klarheit:

Sehr geehrter „nachdenklich“!

DIE LINKE. Kreisverband Duisburg distanziert sich ausdrücklich in dieser Frage vom SDS. Duisburg.

Wir halten die Boykottaufrufe gegen Coca-Cola für richtig und notwendig.

Zielstrebigs Kolumne: Terrorzelle Island

26. Oktober 2008

Seit Jahren hört man wenig aus Island, einer Insel in Nordeuropa, auf der etwa 316.000 Menschen leben. Obwohl es auf der Insel 130 aktive Vulkane und ein raues Klima, sonst aber kaum erwähnenswertes gibt, galten ihre Bewohner als die glücklichsten in Europa. Nun wissen wir warum. Mittels perfidem Finanzterrorismus versuchte dieses „fröhliche“ Völkchen der Welt ihre verqueren Werte aufzuzwingen und unsere Lebensart zu zerstören.

Doch die britische Regierung hat glücklicherweise schnell reagiert und die 2001 geschaffene Antiterrorgesetzgebung in Anspruch genommen, um das Vermögen von isländischen Banken in Großbritannien einzufrieren.

Die isländischen Terroristen sind aber keine halbgebildeten Höhlenbewohner am Ende der Welt, sondern moderne Terroristen, die unser streben nach Demokratie und gerechtigkeit mit Hilfe modernster Technologie dazu benutzen wollen, um unsere Kampfmoral im Kampf gegen den Terror zu untermauern. So hat die isländische Terrorzelle „Íslendingar eru ekki hryôjuverkamenn“ (Leuchtender Troll Island) unter dem Tarnnamen „Icelanders are not terrorists“ dazu aufgerufen, eine Internetpetition gegen das angeblich selbstsüchtige Verhalten der mutigen britischen Regierung zu unterzeichnen. Auf der Seite „In Defence“ haben sich bereits fast 50.000 Sympathisanten und ahnungslose Gutmenschen eingetragen. Dabei entlarven sich die Macher der Seite selbst, doch man muss erst die Codes der Terroristen deuten können.

Einige Beispiele:

Island Terroristen

Es ist offensichtlich, dass diese Terroristen der verqueren Idee des Sozialismus anhängen, wenn man weiß, dass die Rote Fahne das Symbol dieser verrückten Gleichmacher gilt, die sich mal als „Sozialisten“, „Kommunisten“ oder „Sozialdemokraten“ bezeichnen. Das Symbol der roten Fahne geht auf den Massenmörder Josef Stalin zurück, der mit den Worten „Unsere Fahne soll rot sein, wie das Blut Kapitalistenklasse, das in Strömen fließen wird.“

Island Terroristen

Dieser junge Terrorbruder präsentiert ein scheinbar harmloses Buch als Massenvernichtungswaffe. Und in der Tat ist dieses Buch eine Propagandawaffe. „Artemis Fowl“, so kann man auf Wikipedia lesen, „ist ein zwölfjähriger Ire. Dabei ist er nicht nur das jüngste Mitglied einer alten irischen Verbrecherdynastie, sondern auch ein kriminelles Genie.“ In dem Buch „entwickelt er einen Plan, die Elfen (=Großbritannien) um einen Teil ihres Goldes zu bringen.“ Das Buch enthält eine als Fantasy getarnte Anleitung zum Finanzterror.

Island Terroristen

Eine besonders perfide Taktik verfolgt diese ältere Terror-Dame: Indem sie sich mit dem in Island untergetauchten irakischen Ex-Diktator Saddam Hussein fotografieren läßt, versucht sie dessen Image aufzubessern.

Angesichts dieser zurschaustellung terroristischen Eifers kann man nur hoffen, dass Island bald demokratisiert wird, wie Afghanistan und der Irak.

Zielstrebig übernimmt!

Nach Jahren einseitiger linker Propaganda ist es mir endlich gelungen, nachdenklich davon zu überzeugen, dass auf diesem Blog auch die Stimme der hart arbeitenden Bevölkerung (nämlich ich) vetreten sein muss, die nichts von sozialistischer Gleichmacherei und „Alles für Alle, am besten noch umsonst“ hält. Eine Stimme der durch Steuern Ausgebeuteten und durch die Engstirnigkeit linker Politikerträumereien Unterdrückten. Zumindest für ein paar Wochen.

Mein Name ist zielstrebig und heute beginnt meine Kolumne.

Tägliche Neuigkeiten aus dem Herzen der Bestie (roarr!)

25. Oktober 2008

Seit etwa einem Monat werden die legendären Comedy-Formate „The Daily Show with Jon Stewart“ und „The Colbert Report“ als ganze Episoden von Comedy Central online gestellt.

Das bedeutet, dass ich nicht mehr warten muss, bis irgendein Ami die aktuellen Episoden als Clip auf z.B. youtube stellt.

Das ganze gibt’s kostenfrei, ohne Anmeldung aber mit kurzen Werbepausen. So schön kann Internet sein.

P.S.: Ja, alles was ich über die USA weiß, habe ich in Comedy-Sendungen gelernt. Danke Mr. Seinfeld!

Von der Krise und Gegenbewegung

14. Oktober 2008

Ok. Jetzt habe ich es auch gemerkt:

DIE KRISE WIRD UNS ALLE VERNICHTEN!!!

Oder es wird doch nicht so schlimm. Aber die Antworten, die Krisenguru Robert Kurz Telepolis gegeben hat, lassen nichts gutes vermuten: (more…)

Falsches Bewusstsein in der ArbeiterInnenklasse I

2. Oktober 2008

Wie das Nürnberger Lokalblatt Nürnberger Nachrichten „berichtet“, wurde ein „Mitarbeiter der Stadtwacht*“, von einem „21-Jährigen, der keinen festen Wohnsitz in Deutschland hat“ und von dem angeblich bekannt ist, dass er „keine Behinderung hat, sondern lediglich eine Körperbehinderung zur Erlangung von Geld vortäuscht“ mit der Krücke ins Gesicht geschlagen. Freilich erst, nachdem der eifrige Überflüssige in schicker Uniform (s. Bild) den Bettler „aufgefordert“ hatte „sein Verhalten zu unterlassen.“

Stadtwacht Nürnberg

Ein sehr schönes Beispiel für falsches Bewusstsein in der ArbeiterInnenklasse. Nehmen wir mal an, der nahezu zu 100% aus dem Polizeibericht abgeschriebene „Artikel“ hätte damit recht, dass der Bettler seine Behinderung nur vortäuscht (wenn es der ist, den ich meine, macht er das sehr überzeugend), dann fragt sich doch trotzdem: Was geht es den 1-Euro-Jobber an, ob der da bettelt? Die Antwort auf diese Frage ist einfach. Der ehemals Überflüssige ist jetzt Büttel der herrschenden Ordnung, die ihm ein üppiges Auskommen in Form von ALG II und „Würde“ beschert. Er ist etwas „besseres“ als der bettelnde Abschaum und hält deshalb gerne die Straßen sauber vor eben solchem. Anstatt sich um wichtigere und vor allem weniger gefährliche Sachen zu kümmern, wie z.B. Müll aufsammeln, geht der wieder in die Gesellschaft integrierte jedes Risiko ein, um diesen Platz an der Sonne zu verteidigen. Eine Welt der 1-Euro-Jobber kann nur so verteidigt werden. Herzlichen Glückwunsch lieber „49-jährige[r] Mitarbeiter der Norisarbeit“, ab jetzt stehen wir auf verschiedenen Seiten. Aber vielleicht fordere ich Dich auf der Straße auch mal dazu auf, Dein Verhalten zu unterlassen.

*Stadtwacht = Euphemismus für aus 1-Euro-Jobbern bestehende Truppe, die in der Stadt durch herumnörgeln und denunzieren bei der Polizei für Ordnung sorgen soll