UPS jetzt noch brauner!

26. Februar 2008

Was macht der große Paketzusteller UPS wohl, wenn einer seiner Mitarbeiter von einem Kunden, der Chef eines Neonazi-Versandes ist, rassistisch beschimpft wird?
In diesem Fall soll dem Mitarbeiter nahegelegt worden sein, zu kündigen. Dafür soll aber die Geschäftsbeziehung zwischen dem brauenen Versand und dem braunen Versender noch intensiver geworden zu sein.

Der Nahost-Experte spricht

6. Februar 2008

Ein paar Sätze, in der ersten Aufregung hingetippt, verraten manchmal mehr über den/die AutorIn, als der ausgeklügelste Text. Auf dem Blog von subwave wurde vorgestern ein Beitrag veröffentlicht, der durch folgenden Absatz beendet wird:

spätestens jetzt ist gaza auch das problem ägyptens. die wissen zwar ansonsten schon wie man mit islamistischen terroristen umgeht (einsperren und/oder kopf ab), mit der hamas und somit der in ägypten immer noch virulenten muslim bruderschaft will man sich dann doch nicht zu sehr anlegen. so wird jetzt mubarak gaza mit strom, öl und lebensmitteln versorgen müssen, will er nicht pali-bomber mitten in cairo riskieren. israel bleibt nicht viel mehr übrig, als den nächsten sicherheitszaun zu bauen. gewinne nur für die hamas und andere islamisten. alle anderen inc. der bevölkerung von gaza und west-bank können nur verlieren.

(Vielleicht unbeabsichtigt) empfiehlt subwave hier, wie „man mit islamistischen terroristen“ umzugehen habe. Nämlich „einsperren und/oder kopf ab“. Aber auf die hier durchscheinende Strafsucht will ich jetzt gar nicht näher eingehen.

Viel schlimmer ist, dass subwave (evtl. auch unbeabsichtigt) die Verwandlung der palästinensischen Autonomiegebiete in Lager als Notwendigkeit verkauft. Die Formulierung „israel bleibt nicht viel mehr übrig, als den nächsten sicherheitszaun zu bauen“ deutet doch sehr deutlich darauf hin, dass subwave sich „nicht viel mehr“ vorstellen kann, um den Terror zu beenden, als die Autonomiegebiete komplett einzuzäunen. Nur das würde dann angeblich helfen, um Anschläge zu verhindern. Wenn aber der Einschluss der Bevölkerung einer ganzen Region gut geheißen wird, völlig unterschiedslos und völlig egal ob diese etwas mit Angriffen auf die Bevölkerung von Israel zu tun haben oder nicht, dann kann ich das nur rassistisch nennen.

Und obwohl ich kein Nahost-Experte bin, wage ich mal zu behaupten, dass schon die erste Sperranlage die Unfähigkeit und den Unwillen der israelischen Regierung zeigte, die verheerende Situation zu entschärfen. Ein weiterer wäre eine völlige Bankrotterklärung.

Veranstaltungstipp

5. Februar 2008

Also wenn die Internationalen KommunistInnen zusammen mit der Gruppe Soziale Kämpfe eine Veranstaltung im Vorfeld zum Mayday machen, wo u.a. jemand von der organisierten autonomie referiert, dann muss das einfach spannend werden, oder?

Workshop! Neue Klassenkämpfe? Betriebliche Bewegungen und Perspektiven antikapitalistischer Intervention

Berlin, Samstag, 9. Februar 2008, 14:30 – 19:00 Uhr

14.30 Begrüßung und Vorstellung

Block I: Prekarisierung – Klassenzusammensetzung – ‚neue Klassenkämpfe’?
14.40 – 15.00 Peter Birke (Historiker) – Klassenfragmentierung, Arbeitskämpfe und politische Perspektiven der Klassenkämpfe – Peter Birke, Historiker
15.00 – 15.30 Bernd Röttger (Sozialwissenschaftler) – Krise und Erneuerung von Gewerkschaftspolitik im neuen Kapitalismus. Was bedeutet die ‚Linie Luxemburg – Gramsci’ für die Klassenkämpfe der Zukunft? Diskussion
16.15 Pause

Block II: ‚Stand der Kämpfe’ und antikapitalistische Perspektiven
16.30 Mag Wompel (labournet; Industriesoziologin) ‚Stand der Kämpfe’: Erfahrungen aus betrieblichen Bewegungen und Anknüpfungspunkte für Intervention (Mag Wompel, labournet) (20 min.)
16.50 Organisierte Autonomie Nürnberg Erfahrungen beim AEG-Streik und Ansätze antikapitalistischer Intervention (Organisierte Autonomie, Nürnberg, zugesagt)
17.15 – 19.00 Diskussion: Unterstützung, Intervention und Organisierung – Ziele und Formen antikapitalistischer Politik in den Arbeitskämpfen Inputs von: Hans Kobrich Vorbereitungsgruppe Fels/Cimemax-Organising

Der Workshop wird von den Internationalen KommunistInnen und der Gruppe Soziale Kämpfe im Rahmen der vom Euro-Mayday-Bündnis organisierten Veranstaltungsreihe Prekarität – Solidarität – Widerstand“ vorbereitet.

Veranstaltungsort: Haus der Demokratie, Havemannsaal, Greifswalder Str. 3