Marcel Wöll, der neue Streicher?

2. Juli 2007

Von Indymedia:

Propaganda von NPD und „Freien“ Kameradschaften immer offener antisemitisch

Auf der Homepage der sogenannten „Antikap-Kampagne“ deutscher Neonazis ist derzeit ein Video zu sehen, das ungewöhnlich deutlich zum Ausdruck bringt, was Neonazis innerlich bewegt.
Wie die „Antifa Frankfurt“ (antifa.frankfurt.org) richtig feststellt, lassen in dem Spot die Macher „ihren Hass auf Juden ungewöhnlich offen heraus. Darin heißt es u.a., die Globalisierung finde statt, damit wenige ‚Globalisierungsgewinner .. nach der Herrschafft greifen können.‘ Und der Clip läßt keine Zweifel offen, dass hier die Juden gemeint sind. ‚Und sie rechtfertigen dieses Verbrechen auch noch mit ihrer sogenannten Heiligen Schriftrolle, nach der sie angeblich von Gott auserwählt seien.‘ Danach folgt noch ein ‚Scheiß auf Israel‘ und ‚Scheiß auf die Schuldpropaganda der gekauften Vasallen‘“.

Besonders pikant daran ist, dass in dem Spot angezeigt wird, dass dieser von einem obskuren Projekt namens „Volksfront-Medien“ erstellt wurde. Im Impressum der Internetseite dieses Projekts steht hessische NPD-Landesvorsitzende Marcel Wöll. Dieser ist Anmelder des Naziaufmarsches, der am kommenden Samstag in Frankfurt am Main stattfinden soll.

Marcel Wöll scheint sich zunehmend als moderner Julius Streicher etablieren zu wollen. Dass eine derart offene rassistische, nationalistische und vor allem antisemitische Hetze weiter frei unter deutschen Domänen zugänglich ist und gleichzeitig alles getan wird, um von solchen bekennenden Nationalsozialisten angemeldete Demonstrationen vor antifaschistischen Protesten zu schützen, ist leider schon lange kein Skandal mehr, sondern die entsetzliche deutsche Realität.

Also meiner Meinung nach erfüllt der Spot auf der Antikap-Seite den Straftatbestand des §130