Studiert, aber trotzdem doof

11. Mai 2006

In Hessen protestierten heute tausende StudentInnen gegen Studiengebühren. Die CDU-Abgeordnete Eva Kühne-Hörmann bezeichnete daraufhin die Demonstrationen als kontraproduktiv. Dass sie als Gebührenbefürworterin natürlich die Demos nicht gut findet jetzt mal außen vor. Ein bisschen belehren muß ich die studierte Rechtswissenschaftlerin aber trotzdem.

Weil die vier größten Bundesländer und Nachbarn Hessens – Baden-Württemberg, Bayern, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen ebenfalls Studiengebühren planen, meint Frau Kühne-Hörmann, dass die „hessischen Studenten doch ein genuines Interesse daran haben [müssten], dass kein Hochschultourismus ausbricht und [die hessischen] Universitäten auf Grund dieser Entwicklung dann regelrecht überlaufen“.

Das ist natürlich Blödsinn Frau Kühne-Hörmann. Denn Studierende müssen schon seit langem mit anderen Studierenden um die Studienplätze konkurieren, denn die Hochschulen nehmen nicht unbegrenzt BewerberInnen auf. Unglaublich, dass so jemand, die offensichtlich keine Ahnung vom Bildungswesen hat, über Studiengebühren entscheiden darf.

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